Rückblick Teil 4 – Top 12 People

Heute komme ich zum letzten (und zum meiner Meinung nach spannendsten) Rückblick auf mein 365-Tage Projekt. Wie man unschwer erkennen kann, habe ich eine Vorliebe für die Peoplefotografie. Von 585 Bildern, die ich für mein Projekt als Bild(er) des Tages ausgewählt habe, waren 209 Portraits/People-Bilder.

Da ist es natürlich sehr, sehr schwer die Top 10 zu bestimmen. Und weil ich mich von keinem der folgenden Bilder „trennen“ konnte, habe ich mich für eine Top 12 entschieden! 😉

Das sind meine persönlichen Highlights aus dem Bereich People:

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Die junge Dame aus dem Tag 18 sollten die regelmäßigen Leser dieses Blogs mittlerweile kennen. Ich habe sie mehrmals im Projekt fotografiert und das aus gutem Grund: Vroni hats einfach drauf! 🙂 Sie stand das erste Mal für ein Shooting vor meiner Kamera und trotz einiger Technischer Schwierigkeiten, die ich aufgrund fehlender Erfahrung mit Blitzlicht im Freien hatte, waren die Ergebnisse besser als ich sie mir vorgestellt habe. Wir waren damals am Waldrand und wollten die Goldene Stunde nutzen. Da ich aber auch meine Softbox und den Blitz eingepackt habe, haben wir auch ein paar Bilder so gemacht. Man sieht noch ein kleines bisschen grün im Hintergrund, aber ansonsten hätte das Bild auch in einem Studio entstehen können. Vielleicht nicht technisch perfekt, aber trotzdem damals ein erstes Highlight meines Projekts… Insgesamt haben es drei Bilder von Vroni in meine die Top 12 geschafft.

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Am Tag 37 fotografierte ich meine, damals noch Freundin, jetzt Frau, Dani. Sie war die am meisten fotografierte Person im ganzen Projekt. Ohne ihre Geduld und ihre Unterstützung hätte ich das Ganze nicht geschafft. Obwohl wir in diesem Jahr wirklich auch genügend andere Dinge zu tun hatten (wie heiraten, umziehen, Kind bekommen und alles was sonst noch so anstand 😀 ) kam nie ein blöder Spruch wegen dem Projekt und meinem Ehrgeiz, das Projekt möglichst gut zu machen und dafür auch teilweise mehrere Stunden am Tag dafür aufzuwenden! Dafür bin ich ihr sehr dankbar, denn das ist nicht selbstverständlich! Für mich ein weiteres Zeichen dafür, dass ich einfach die richtige Frau gefunden habe! 🙂 Zu diesem Bild: Wir spannten einen einfachen Loop-Schal von ihrem Kopf zu meiner Kamera. Mit der Softbox von mir aus gesehen rechts sorgte ich für das entsprechende Licht. Ich mag an diesem Bild gerade diesen Tunnel, der durch den Loop entsteht und den Blick direkt auf das wesentliche lenkt.

2014_11_16
Dani’s beste Freundin Jana habe ich auch des Öfteren als Model gewinnen können. An Tag 57 stand sie das erste Mal für das Projekt vor der Kamera. Die Ergebnisse waren immer toll, aber dieses Bild von ihr gefällt mir besonders. Der Aufbau war denkbar einfach: Mit einer einfachen Spanplatte mit Muster (aus dem Baumarkt) im Hintergrund und der Softbox entstand Mitte November dieses Portrait. Die 85 mm Linse von Canon habe ich zu dieser Zeit noch sehr häufig benutzt, mittlerweile nehme ich sie relativ selten, da sie keinen Bildstabilisator hat und bei offener Blende (die ich eben meistens nutze) Probleme mit chromatischen Aberrationen (also Farbsäumen) auftreten. Also Stativ aufgebaut, auf Blende 4 abgeblendet und heraus kam dieses Bild.

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Eines meiner absoluten Lieblingsbilder aller Lieblingsbilder im Projekt ist das Bild von Elli vom Tag 196. Auch sie habe ich anschließend noch einmal fotografiert und auch sie kommt in dieser Top 12 noch einmal vor. An diesem Tag machten wir am Lindleinsee Bilder im Gegenlicht. Dani war dabei und ich dachte mir, wenn ich schon mal eine Assistentin habe, muss ich das ausnutzen! Also hielt sie das Tuch über Ellis Kopf vorne fest und ich fotografierte mit dem 100 mm bei Blende 2,8 über ihre Schulter. Der Fokus sitzt da wo er sitzen sollte und die tollen Augen von Elli leuchten einfach nur. Die Wangen und Lippen sind auch scharf, was will man mehr? Die einfachsten Portraits sind meiner Meinung nach oft die besten und natürlichsten.

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Das spektakulärste Portrait aus dem Projekt machte ich am Tag 241 mit Kerstin. Am 18.05. gingen wir zu einem kleinen Steinbruch in der Nähe von Rothenburg. Es war nicht gerade warm, ich glaube es hatte so um die zwanzig Grad und auch das Wasser war noch nicht sooo warm. Trotzdem wollte Kerstin die Bilder unbedingt machen und stieg samt Kleid ins Wasser. Von einer Steilwand aus vier Metern Höhe macht ich dann das Bild. Wie eine Ballerina legte sie sich aufs Wasser. Trotz der Kälte machte Kerstin ihre Sache sehr sehr gut und wollte gar nicht mehr aus dem Wasser! 🙂 Auch dieses Bild war damals Titelbild der Woche bei der Ignant.

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Mit Vanessa habe ich schon am Anfang meines Projekts Bilder gemacht. Irgendwann fragte ich sie, ob sie wieder mal Zeit und Lust hätte, mit mir Bilder zu machen. Ich schickte ihr ein paar Vorschläge für Bilder und sie schlug vor, dass wir Unterwäsche-Bilder machen könnten. Gesagt getan, an Tag 268 entstanden dann die Bilder. Ich mag die Bilder sehr, weil Vanessa einfach toll aussieht und ich der Meinung bin, dass die Bilder sehr ästhetisch, natürlich und nicht zu nackt sind. Zudem merkt ihr an, dass sie schon öfter von der Kamera stand.

2015_07_26
Die Idee zum Bild mit der Fanta kam mir, als ich die Fanta Klassik Flasche zum ersten Mal gesehen habe. Ich fragte Claire, ob Sie Lust hätte die Idee mit mir umzusetzen, weil sie einfach perfekt für dieses Bild passte. Ich wollte unbedingt einen 70s-Look erzeugen und dafür bestellte Claire sich dann für Tag 310 extra noch die runde Sonnenbrille. Mit dem 100mm-Objektiv von Canon wählte ich einen recht engen Bildausschnitt. In der Nachbearbeitung habe ich ein VSCO-Preset verwendet, die ich mir dann immer noch so lange anpasse, bis sie mir gefallen. Noch ein paar Sätze zu VSCO. Die Presets sind sehr zu empfehlen. Im Endeffekt hat VSCO sich die Arbeit gemacht, alle alten analogen Filme ins digitale zu überführen. Ein Paket kostet ca. 100 €. Am meisten mag ich das Paket 5, denn da sind eigentlich meine Lieblingsfilme dabei. Ich verwende am meisten den Agfa Vista 100, den Kodak Ultra Max 800 und diverse Kodak Porta-Filme und passe sie mir dann entsprechend an.

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Bilder im Wasser faszinieren mich irgendwie. Im Fotoclub war wieder einmal Wettbewerb und diesmal war das Thema Spiegelung. Hierfür hatte ich die Idee von einer Frau im Wasser, bei der sich das Gesicht im Wasser spiegelt. Ich erzählte Vroni von der Idee und sie war dabei. Wir fuhren am Tag 338 zu einem See, in den es relativ seicht hinein ging, damit man sich bequem seitlich hinlegen konnte. Leider war er wegen Blaualgen gesperrt, also mussten wir zum nächsten See fahren. Trotz einiger Camper am See wagte sich Vroni ins Wasser. Ganz tapfer legte sie sich seitlich ins Wasser, obwohl ihr ständig Wasser in die Nase lief! 🙂 Ich fotografierte aus relativ flacher Position und fokussierte über die Live-View. Mit dem Bild belegte ich beim Fotowettbewerb übrigens den ersten Platz! 🙂

2015_08_28
Auch Nadine stand bereits des Öfteren vor meiner Kamera. Am Tag 343 hatte sie wieder einmal Zeit und Lust und ich fuhr samt Ausrüstung zu ihr. Nachdem es regnete, entschieden wir uns dazu Bilder innen zu machen. Wir suchten nach einem Raum mit Fenster im Hintergrund, damit wir ein bisschen natürliches Licht im Hintergrund hatten. Die Softbox platzierte ich hinter Nadine und richtete sie auf die weiße Decke, um weiches Licht von vorne zu bekommen. Die roten Lippen geben dem Bild noch mal einen besonderen Kick!

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Einen Tag später war das Wetter wieder besser und ich verabredete mich um neun Uhr in der Früh mit Elli. Wir fuhren zu einem Wald oberhalb von Rothenburg. Das Licht war zu dieser Uhrzeit noch sehr weich, also bat ich Elli nach ein paar Metern dass sie sich in das hohe Gras, das mittlerweile schon vertrocknet war, zu setzen. Die Sonne stand noch nicht so hoch am Himmel und schien durch die Bäume im Hintergrund, also perfektes Gegenlicht. Trotz der Lens Flares im Bild mag ich das Bild sehr. Für mich wieder mal ein Beweis von der Qualität des Canon 35 mm – bereits bei f/2,0 ist das Ding knackscharf.

2015_09_17
Jana und Milli wollten auch noch ein paar Bilder mit mir machen, also bat ich sie, dass sie sich überlegen, was für Bilder wir machen wollen. Sie sahen im Internet ein Bild auf Instagram, das sie nachmachen wollten. Ich war echt überrascht wie toll sie das gemacht haben, weil es nicht so einfach ist so viele Posen zu zeigen. Die beiden hatten einen riesen Spaß und legten sich ordentlich ins Zeug. Nach einer dreiviertel Stunde waren wir fertig und daheim wandelte ich die Bilder in schwarz-weiß. Mit dem Programm Picasa kann man sehr einfach Collagen erstellen. Hierfür muss man nur die betreffenden Bilder in das Programm laden, markieren und auf Collage erstellen klicken. Anschließend muss man nur noch festlegen, wie sie angeordnet werden sollen (als Kacheln) und in welcher Reihenfolge sie erscheinen sollen. Zusätzlich kann man noch wählen, ob ein Rahmen zwischen den Bildern erstellt werden soll oder nicht. Anschließend erstellt das Programm die Collage. Meiner Meinung nach eine tolle und einfache Möglichkeit Collagen zu erstellen. Das tolle ist, dass das Programm das Bild auf ca. 3 MB Größe reduziert, die Qualität der kleinen Einzelbilder wird trotzdem nicht beeinflusst.

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Am Ende des Projekts wollte ich nochmal etwas ganz besonderes machen. Über einen Beitrag von Krolop & Gerst kam ich auf die Idee für ein Rauchshooting. Über www.pyroweb.de bestellte ich mir dann Rauchfackeln. Das eigentliche Shooting wollte ich mit blauem Rauch machen und um zu testen, wie sich der Rauch verteilt und wie er wirkt bestellte ich mir noch zwei Rauchfackeln in weiß dazu. Vroni war bei der Idee auch sofort wieder dabei und so fragte ich Flo, ob er mir helfen könnte. Da das mit Rauchfackeln immer so ne Sache ist, informierte ich vorsichtshalber die Integrierte Leitstelle der Feuerwehr, nicht dass da auf einmal die Feuerwehr anrückt, weil irgendjemand den Rauch gesehen hat. Wir wählten den Heimatsee als Location, weil die umgestürzten Bäume einen guten Gegensatz zu Vroni’s Kleid bildeten. Das Bild stammt eigentlich von der Proberunde, weil ich eigentlich nur schauen wollte, wie sich der Rauch verteilt. Flo setzte sich mit der Rauchfackel in der Hand von mir aus gesehen links neben Vroni und die Softbox platzierte ich rechts neben mir ungefähr auf 2 Meter Höhe. Pünktlich zu Beginn des Shootings hörte dann auch der Regen auf, die Wolken blieben aber über uns. Ich mag das Bild, weil es irgendwie unwirklich ist und durch den Rauch einfach noch einmal eine ganz besondere Stimmung entsteht.

Das war meine Top 12 People-Bilder. Welches Bild hat euch am Besten gefallen?

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4 Gedanken zu “Rückblick Teil 4 – Top 12 People

  1. Ich bin ein bekennender Fan von Deinen Portraits und Deinen Models 😉 Somit ist dieser Beitrag mein Lieblingsbeitrag!! Tolle Bilder, tolle Frauen… Ich würde mir wünschen, mehr in dieser Richtung von Dir zu sehen….

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